Werbeanrufe

Aggressive Werbeanrufe

Am Dienstag, dem 19. September ging bei den Stadtwerken Aschersleben mal wieder ein „Hilferuf“ ein. Eine Kundin rief ganz aufgeregt bei dem örtlichen Energieversorger an und berichtete von einem Telefonanruf, der bei ihr Zuhause einging.

Der Anrufer erzählte, dass er im Auftrag der Stadtwerke anriefe, mit denen er eine Kooperation hätte.

Er bräuchte die Zählernummer der Kundin und würde dann mit dem örtlichen Netzbetreiber reden und dafür sorgen, dass die Kundin in ihrem Zuhause nicht mehr so viele Spannungsschwankungen hätte.

Die Kundin war nun völlig verunsichert und rief deshalb direkt bei den Stadtwerken an, um sich zu erkundigen, ob das alles mit rechten Dingen zugehen würde.

Das tut es natürlich nicht! Die Stadtwerke Aschersleben GmbH ruft nicht unaufgefordert bei ihren Kunden an und macht dann noch so völlig unseriöse Angebote.

In Deutschland unterliegt Telefonwerbung seit einigen Jahren strengen Regeln. Niemand darf zu Werbezwecken angerufen werden, wenn er nicht vorher ausdrücklich zugestimmt hat.

Auch eine Zustimmung zu Beginn des Anrufs reicht nicht aus. Die Missachtung der gesetzlichen Regelungen ist bußgeldbewehrt und kann als Ordnungswidrigkeit durch die Bundesnetzagentur verfolgt werden. Bei Verstößen gegen das Verbot der unerlaubten Telefonwerbung kann die Behörde Bußgelder von bis zu 300.000 Euro verhängen. Eine Rufnummernunterdrückung bei Werbeanrufen kann mit Bußgeldern bis zu 100.000 Euro geahndet werden.

Die Stadtwerke Aschersleben rufen also bestimmt nicht bei Ihnen zu Hause an und machen Werbung für einen Tarif oder eine Dienstleistung!!!

Lassen Sie sich am Telefon nichts „aufschwatzen“ und halten Sie im Zweifel direkt Rücksprache mit Ihrem Ansprechpartner bei den Stadtwerken. Die Mitarbeiter sind meist namentlich bekannt oder Sie finden Ihren zuständigen Bearbeiter direkt auf der letzten Rechnung!

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